Meine Schweiz sieht besser als diese Öhis / Aktion von Mischa Camenzind / anlässlich der Ausstellungsreihe / Le Grutli flotte / Matthias Gubler / Lukas Lehnherr / Galerie am Leewasser, Brunnen, 2015

La fuite fossile – durch die Strassen gondeln / Matthias Gubler/Eliane Zgraggen / anlässlich der Ausstellung „Le Terrain vaque / Kuratiert von Mischa Camenzind, Daniel Imbach und Walo Wittwer / Hardplatz Zürich, 2014

Frau Holle- 96 Jahre nach Dada / Happening von Meinrad Feuchter /anlässlich der Ausstellung „Le Terrain vaque / Kuratiert von Mischa Camenzind, Daniel Imbach, Walo Wittwer / Hardplatz Zürich, 2014

positiv konfrontativ

«positiv konfrontativ» meint mobiles Ausstellen. Mobiles Ausstellen meint, der Ausstellungsraum selbst ist flüchtig. Immer neu, immer anders. «positiv konfrontativ» meint, sich auf legale Weise temporär einen Raum anzueignen und ihn mit Kunst zu bespielen. Meint, mehr in die Qualität der Energie und des Kreierens zu investieren als in die Infrastruktur eines Raumes. Mehr Provisorisches zuzulassen und mehr Guerilla-Taktik als stehendes Heer.

Entscheidungsträger davon zu überzeugen, dass Kunst auch ihnen und dadurch dem Publikum und den Passanten einen Mehrwert verschafft. Der neue Kunstraum ist vielleicht nur ein Van, in dem das ganze Material verstaut ist, das für den Aufbau benötigt wird. Der Rest ist Vorarbeit mit Abklärungen und der Kuration der Arbeiten und der Künstler*.

Die Kunst kommt zu den Leuten, sucht die Öffentlichkeit, die Präsenz im Alltag, die Standortaufwertung, den Dienst am Menschen; sucht PassantInnen, Flanierer und EntdeckerInnen. Will sich in den gesellschaftlichen Diskurs einmischen. Will eine Win-Win-Situation schaffen, die Schwellenangst abbauen, Menschen zusammenbringen, anti-elitär.

Was kann «positiv konfrontativ» sein?

  • raus aus dem White Cube, rein in die Res Publica
  • Ausstellungen in Rohbauten
  • kurzfristige Besetzungen leerstehender Ladenlokale und Schaufenster mit Kunst
  • Aktionen / Performances / Lesungen in S-Bahn Stationen
  • Parkplatzbesetzungen
  • subversive Interventionen im öffentlichen Raum
  • Projektionen an Hauswände in der Nacht
  • mit Kunst bespielte Bauschutzfassaden
  • Land Art im urbanen Raum

Oder dies oder das. Gute Kunst gibts genug.

Zeigen wir sie! Nutzen wir unsere vermeintliche Schwäche als Stärke!

Melde dich mit deinen Ideen für Aktionen und Orte bei:

Mischa Camenzind
mischgersau@vtxmail.ch
www.mischacamenzind.chwww.sechseinhalb.ch

> Projektidee, ausführlicher (PDF)

“6 ½ im Exil“ führt das Konzept weiter, arrivierten Kunstschaffenden eine professionelle Plattform zu bieten und die verschiedenen Fingerabdrücke der jeweiligen Kunstschaffenden zu einem gemeinsamen Ganzen zusammenzuführen.

Über 200 Jahre lang hatte die Hermann Bühler AG in Winterthur qualitativ hochstehende Baumwollgarne produziert und war ein wichtiger Arbeitgeber der Region. Bei der Schliessung vor 3 Jahren war es die letzte noch aktive Baumwollspinnerei der Schweiz.

Diese Tatsache wird sich auch in der Ausstellung widerspiegeln. Die eingeladenen Künstler/innen werden sich teils sehr direkt und teils eher subtil mit dem Ort und dessen Geschichte auseinander setzen und dies in ihre Arbeiten einfliessen lassen.

> www.sechseinhalb.ch

IN TRANSITION

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:

Peter Baracchi, Jürgen Baumann, Heiko Blankenstein, Maya Bringolf, Mischa Camenzind, Eveline Cantieni, Gianin Conrad, Barbara Davi, Mia Diener, Philipp Ehgartner, Klodin Erb, Anne-Laure Franchette, H R Giger, Nicola Grabiele, Florin Granwehr, Michael Günzburger, Christoph Haerle, Philipp Hänger, Haruko, Susanne Hofer, Esther Kempf, Theres Liechti, Georgette Maag, Mickry 3, Aldo Mozzini, Michael Nitsch, Klemens Pasoldt, Neal Schaap, Jan Sebesta, Sebastian Sieber, Regula Spörri, Ron Temperli, Olga Titus, Alicia Velasquez, Andreas Weber, Stefan „Fant“ Wenger, Wink Witholt, Mahtola Wittmer.

In Zusammenarbeit mit OXYD, TART und LOKAL 14