RISIKO MIT GESICHT
Manuela Brügger
 

Käti, 29.5.2020 Oma, 7.6.2020 Omas Freund, 7.6.2020 Risiko mit Gesicht Mit dieser Veröffentlichung trete ich aus meinem Atelier und werfe einen Stein ins Wasser… Die Zahlen der Statistiken und die pauschalen Kategorisierungen sollen ein Gesicht erhalten: Menschen aus der «Risikogruppe» kopieren sich selber mit Hilfe eines Fotokopiergeräts. Ein Körper und ein Leben statt anonymer Teil einer Masse. Die kopierten Gesichter male ich im Massstab 1:1 auf eine Holztafel. Diesen Arbeitsprozess habe ich während des Lockdowns begonnen und will ihn nun weiterführen, aber nicht alleine. Im Sinne eines Pilotprojekts plane ich in Bern eine erste Aktion. Ich stelle an einem geeigneten öffentlichen Ort einen Kopierer auf, um Menschen, die der Risikogruppe angehören, zu erreichen, anzusprechen und einzuladen, mitzumachen. Sie legen ihre Gesichter auf den Kopierer und produzieren so eine Art Selbstbildnis. Diese Vorlagen werden von Künstlerinnen und Künstlern [+]

Von |2020-08-01T13:44:37+02:00August 1st, 2020|Unkategorisiert|0 Kommentare

ANGSTKÖRPER
KÖRPERANGST
Brigitt Bürgi

Brigitt Bürgi, Angstkörper 14, 2020 Angstkörper – Körperangst Eine künstlerische Forschungsarbeit Wir begegnen uns wieder, begrüssen uns mit Verneigung oder Ellbogen, vielleicht einer kleinen Umarmung. Die körperliche Begegnung birgt immer noch Gefahr. Wir haben immer noch Angst. Unser Körper bleibt ein bedrohtes Element. Unsere Sterblichkeit bleibt uns bewusst. Die Angst bestimmt uns, ob wir sie verdrängen oder bewusst mit ihr umgehen. Sie ist selbst zu einem wabernden Körper geworden, der uns umgibt, umarmt und uns in die Isolation treibt. Unsere Angst ist eine ganz nahe Partnerin von uns. Wie nehmen wir diese veränderte Beziehung zu unserem eigenen Körper und den Körpern der andern wahr? Wie können wir sie künstlerisch erfahrbar machen? Unsere gemeinsame Angst umgibt uns, einzelne Gruppen, die ganze Gesellschaft,  wie ein Fluidum. Wie kann die Kunst diesem Angstkörper ein Gesicht geben? Ich lade alle Interessierten ein, weiter an diesem Forschungsthema mitzuarbeiten. Wenn du magst, [+]

Von |2020-07-31T13:40:25+02:00April 30th, 2020|Unkategorisiert|19 Kommentare

PLUS DE BIENVEILLANCE
Thomas Hirschhorn

[Email vom 25.5.2020] Lieber Peter, danke für Deine e-mail. Ich schicke Dir – angehängt – einen Text, den ich kürzlich geschrieben habe: „Plus de Bienveillance“. Wenn der für Dich passt, kannst Du ihn gerne auf Deine Plattform laden. Take care – take care, Thomas   Thomas Hirschhorn «PLUS DE BIENVEILLANCE» Die dringendsten Aufgaben sehe ich darin, das «Social Distancing» nun wieder abzubauen, Schritt für Schritt, Meter für Meter, Zentimeter für Zentimeter. Die Kunstwelt – und damit meine ich die Künstler/innen, die Kunstinstitutionen, die Kunstakademien, die Kunstkritik, ja, der Kunstmarkt – darf sich nicht «Social Distancing» zu Eigen machen. Ganz einfach, weil Kunst – ohne jede Distanz – Autonom, Universell, Absolut und Notwendig ist. Ich muss zeigen und vorleben, warum Kunst notwendig ist, warum sie für mich notwendig ist, aber auch warum sie für den Anderen notwendig ist. Der toxische Begriff «Social Distancing» – ich zweifle [+]

Von |2020-05-29T23:21:27+02:00Mai 28th, 2020|Unkategorisiert|1 Kommentar

AUS DEM HIER
EIN DORT MACHEN
Ursula Scherrer

Ursula Scherrer, über resten des da seins, 2019 Aus dem Hier ein Dort machen Bis vor kurzem lebte ich im Ausland, bin viel gereist. Nun bin ich hier, festgefahren durch Corona, und überlege mir wie ich in diesen Räumen die Grenzen sprengen kann. Jetzt, wo andere Grenzen verschlossen sind. Wie kann ich aus dem Hier ein Dort machen? Es gibt im Haus, in dem ich wohne, einen wunderbar offenen, leeren Raum, das frühere Wohnzimmer. Licht durchflutet. Der Raum ist ohne Türen mit den anderen Räumen verbunden. Es gibt zwei Zugänge. Ein idealer Ort für eine Performance. Es können höchstens zwei Besucher*innen auf einmal da sein, je eine in den zwei Zugängen. Sie haben mehr als zwei Meter Abstand voneinander. Die Performance findet dazwischen statt. Durch die Intimität wird die/der Besucher*in Teil des Geschehens. Genauso wie es ein anderes Betrachten ist, wenn ein Bild über dem Esszimmertisch oder [+]

Von |2020-08-06T13:54:45+02:00April 1st, 2020|Unkategorisiert|10 Kommentare

CALL
LABOR BRACHE
Museum1

Museum1, Adligenswil, Panorama-Collage, Foto: Stephan Wittmer Das Museum1 startet unter dem Titel LABOR BRACHE ein offenes Programmgefäss. Es steht allen interessierten Künstlerinnen und Künstlern, Kuratorinnen und Kuratoren für Experimente und «Versuchsanordnungen» zur Verfügung. LABOR BRACHE Schau vorbei im offenen Museum1 an der Peripherie von Adligenswil. Besuche die Brache, spaziere durch das hohe Gras, lausche den Vögeln und den vorbeirauschenden Autos. Lass Dich inspirieren und hinterlasse vor Ort oder im Pavillon eine (spontane) Nachricht, eine (kleine) Geste, ein (gewichtiges) Wort, ein (zartes) Zeichen oder eine (leichtfüssige) Spur! Lade zu einem Meeting ein, organisiere einen Workshop, bringe deinen Schlafsack mit, veranstalte ein Picknick, male, zeichne, winke oder sprich ein paar Sätze aus Shakespeare’s Wunderwerken. Lache. Oder baue eine Pfütze. Zögere nicht, frage nicht. Mach: Mit Wohlwollen und kritischer Aufmerksamkeit. Deine Ideen sind willkommen. Es liegen auch ein paar Werkzeuge zum Gebrauch parat. Bleistift und Kamera hast Du dabei. Lass [+]

Von |2020-08-06T13:53:52+02:00Mai 14th, 2020|Unkategorisiert|7 Kommentare

MAGENTA
Andrea Iten
 

Magenta - Installation im Atelier - Mai 2020 Magenta ist ein transdisziplinäres Kunstprojekt von Andrea Iten. Aus der Installation Magenta im realen Atelierraum entsteht eine Gesprächsserie, die den digitalen Raum mit der künstlerischen Praxis verbindet. Dabei bildet sich ein Diskursnetz, das sich über die Befragung lokal und weltweit ausdehnt. Dies unter Einbezug der Farbe Magenta, die ich als eine Zwischenzeit bezeichne, in die wir (un)freiwillig versetzt sind. Die Fragen des Dazwischen und des Danach sollen Stück für Stück in einem konstruktiven Prozess Antworten generieren, wie wir in Zukunft miteinander umgehen wollen und worum wir uns kümmern. www.andreaiten.ch / andrea@connected.ch Magenta ist Farbe, Installation und Fuchsiapflanze in einem.  Eine globale Wissensgemeinschaft erschafft, verbindet und solidarisiert sich darüber wie wir Zukunft denken und gestalten wollen und worum wir uns kümmern. Über Distanz geführte Gespräche führen zu einem Diskursraum und kollaborativen Prozess, der mit jedem Gespräch wächst. Fuchsia und Magenta Seit dem [+]

Von |2020-08-07T16:38:42+02:00Juni 1st, 2020|Unkategorisiert|2 Kommentare

POSITIV KONFRONTATIV
Mischa Camenzind

Meine Schweiz sieht besser als diese Öhis / Aktion von Mischa Camenzind / anlässlich der Ausstellungsreihe / Le Grutli flotte / Matthias Gubler / Lukas Lehnherr / Galerie am Leewasser, Brunnen, 2015 La fuite fossile - durch die Strassen gondeln / Matthias Gubler/Eliane Zgraggen / anlässlich der Ausstellung "Le Terrain vaque / Kuratiert von Mischa Camenzind, Daniel Imbach und Walo Wittwer / Hardplatz Zürich, 2014 Frau Holle- 96 Jahre nach Dada / Happening von Meinrad Feuchter /anlässlich der Ausstellung "Le Terrain vaque / Kuratiert von Mischa Camenzind, Daniel Imbach, Walo Wittwer / Hardplatz Zürich, 2014 positiv konfrontativ «positiv konfrontativ» meint mobiles Ausstellen. Mobiles Ausstellen meint, der Ausstellungsraum selbst ist flüchtig. Immer neu, immer anders. «positiv konfrontativ» meint, sich auf legale Weise temporär einen Raum anzueignen und ihn mit Kunst zu bespielen. Meint, mehr in die Qualität der [+]

Von |2020-08-07T14:01:46+02:00Juni 2nd, 2020|Unkategorisiert|2 Kommentare

GRAND TOUR CASPAR WOLF
Forschungs-Projekt

Aquatinta von 1785 nach Caspar Wolf, Le Grand Theatre des Alpes et des Glaciers, ca. 1775, Ausschnitt GRAND TOUR CASPAR WOLF Eine Reise durch die Innerschweizer Alpen 250 Jahre nach Caspar Wolf Kunstforschungsprojekt des Museum Caspar Wolf, Muri, in Zusammenarbeit mit dem Haus für Kunst Uri, Altdorf (2020–2022) Kunst macht sichtbar. Sie lehrt uns zu sehen und hilft zu verstehen. Ebenso wie Caspar Wolf in der Zeit der Aufklärung vor 250 Jahren die wissenschaftliche Erforschung der Alpen mit seinen Landschaftsbildern begleitete und beförderte, eröffnen uns Kunstwerke, die heute entstehen, einen einzigartigen Blick auf die Welt von heute. Wie sehen Caspar Wolfs Schauplätze heute aus? Was verrät ihr heutiger Zustand über den Wandel der Zeiten? Landschaften haben sich verändert, beispielsweise aufgrund von Veränderungen von Siedlungsstrukturen, der Verkehrswege, der Bewirtschaftung, der Nutzung von Ressourcen. Karte grösser Künstlerinnen und Künstler begeben sich an ausgewählte Schauplätze von [+]

Von |2020-08-02T16:36:44+02:00Mai 21st, 2020|Unkategorisiert|8 Kommentare

CORONA CALL
geschlossen
visarte & dzk

1.7.2020 24h00 — 683 Eingaben Vielen Dank allen teilnehmenden Kunstschaffenden für das Interesse und für die eindrückliche Demonstration der künstlerischen Schaffenskraft ! Die Aufarbeitung und Aufschaltung aller Proposals wird bis Mitte Juli dauern. Die Jurierung findet in der zweiten Augusthälfte statt. Wir berichten hier über die Jury-Resultate sowie weitere Aktivitäten. Corona Call Das Corona Virus, bzw. die davon ausgehenden politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Einschränkungen, stellen unser Leben in einer zuvor unvorstellbaren Weise auf den Kopf. Ein Ende ist nicht absehbar, und selbst wenn, wird die Welt danach nicht mehr dieselbe sein. Und was macht die Kunst? Das möchten wir von Euch Künstler*innen, möchten wir von Dir wissen. Wir fragen nach Deinem Werk in Reaktion auf die Corona-Krise. en français   •   in italiano Veranstalterin: Visarte, der Berufsverband visuelle Kunst Schweiz, in Zusammenarbeit mit «die zukunft kuratieren», mit Unterstützung durch die Stiftung Kulturfonds von ProLitteris Adressat*innen: [+]

Von |2020-07-30T12:56:40+02:00Juli 12th, 2020|Unkategorisiert|0 Kommentare